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Katholische Friedenslehre und vernetzte Sicherheit

Militärbischof Dr. Walter Mixa bei der Tagung des Beirates Innere Führung in Berlin

v. r. n. l.: Pater Dr. Notker Wolf, Abtprimas des Benediktinerordens, Militärbischof Dr. Walter Mixa, Rolf Clement, Beirat Innere Führung, Prälat Dr. Bernhard Felmberg, Bevollmächtigter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union
Anlässlich einer Tagung, die der Beirat für Fragen der Inneren Führung beim Bundesminister der Verteidigung in der Katholischen Akademie in Berlin veranstaltete, hatte der Katholische Militärbischof für die Deutsche Bundeswehr, Dr. Walter Mixa, Gelegenheit, aus Sicht der katholischen Friedenslehre Stellung zu grundsätzlichen und aktuellen friedensethischen und sicherheitspolitischen Aspekten zu nehmen.

Unter dem Thema der Tagung „Vernetzte Sicherheit – Unsere gemeinsame Stärke“, an der 244 Persönlichkeiten aus Politik, Streitkräften, Kirchen und Verbänden sowie Bildungseinrichtungen und Gewerkschaften teilnahmen, verwies Militärbischof Mixa in einer Gesprächsrunde mit Abtprimas Pater Dr. Notker Wolf (Benediktinerorden) und dem Bevollmächtigten des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union, Prälat Dr. Bernhard Felmberg, auf zentrale Aussagen der bischöflichen Erklärung „Gerechter Friede“ (2000), die aus Sicht der Kirche den Maßstab für die friedensethische Reflexion auch mit Blick auf die Konzeption einer „vernetzten Sicherheitspolitik“ bildet.

Dabei betonte er, dass ein Konzept der ethisch reflektierten Interessenpolitik für die Zukunftsfähigkeit der Politik „unverzichtbar ist“. „In der Verfolgung nationaler Interessen sind die legitimen Rechte und Interessen anderer anzuerkennen und zu fördern“, so Militärbischof Dr. Walter Mixa, der in Ergänzung seiner grundsätzlichen Bemerkungen auch von seinen Erfahrungen und Gesprächen mit Soldatinnen und Soldaten anlässlich seiner Truppenbesuche u. a. in den Auslandseinsätzen berichten konnte.

Josef König